Pluskreis Der Bleistift

Es ist meistens eine abgekanntete und lackierte Holzleiste die im Kern mit einer Graphitmine versehen ist und zum schreiben oder zeichnen dient. Warum Abgekanntet? Damit der Stift nicht auf der schrägen Fläche weg rollen kann. Der Name Bleistift enthält wie sein Name fälschlicherweise vorgibt allerdings gar kein Blei sondern Graphit. Diese falsche Bezeichnung beruht auf die verkehrten Annahme im Mittelalter Graphit für Blei zu halten. So besteht die Mine aus einem gebrannten Graphit-Ton-Gemenge, das je nach Mixtur den Härtegrad bestimmt. Durch Abrieb der Grafit-Schichten auf das Blattpapier bleibt das Grafit auf dem Blatt haften. Bei weicheren Bleistiften kann das Graphit auf dem Blatt sogar verwischt werden, dies bezeichnet man als schummern.
 

Freies Arbeiten

Korrekturen sind jederzeit durch abtragen des Graphits mit einem Radiergummi möglich. Dies macht den Bleistift zu einem idealen Werkzeug um schnell, frei und völlig offen zu arbeiten. Gesetzte Striche können Endgegensatz zum Kugelschreiber, Filzstiften, Kohle oder Kreide leicht wieder ausgebessert werden. Dadurch entsteht auch eine freie Arbeitsweise beim Zeichnen, da ich ja weiß, egal wenn der Strich nicht passt, ich kann ihn jederzeit wieder verändern. Das Ergebnis ist nicht gesetzt sonder veränderbar. Bei Tusche Zeichnungen zum Beispiel ist sofort eine viel größere Anspannung beim zeichnen vorhanden, da das Ergebnis bereits zu sehen ist und Korrekturen nur durch Trixerei oder einen Neuanfang abzuändern sind.
 

Die Härtegrade

Die Bezeichnung fängt bei der H-Reihe mit einer Nummer an (je höher die Nummer, desto härter) und wechselt zu B (je höher die Nummer, desto weicher). Es gibt auch HB oder F, diese liegen an der Grenze zu H1 und B1. Es gilt, je mehr Graphit und weniger Ton, desto weicher die Mine. Zum Zeichnen eignet sich am besten die B-Reihe von 2 bis 4. Aber sie können auch mit allen anderen Stiften arbeiten. Dabei ist der Untergrund ebenfalls ausschlaggebend. Manche Papiersorten eignen sich besser oder schlechter für bestimmte Härtegrade. Die Buchstaben stehen für englische Begriffe, da die Geschichte des Bleistifts dort im 16 Jahrhundert seinen Ausgangspunkt fand. So stehen die Buchstaben H für hard und B für black und F für firm.

Pluskreis Die Vielfalt der Zeichenstifte

Egal mit welchem Werkzeug sie einen Strich machen können bekommt es die Berechtigung sich Zeichenstift zu nennen. Selbst wenn sie mit einem Stein auf einen anderen Stein etwas drauf kritzeln können haben sie schon eine Zeichnung geschaffen. Handelsüblicher dagegen sind Graphitstifte jeder Art, Kohlestifte, Kreidestifte, Kugelschreiber, auch mit Pinseln können sie zeichnerisch arbeiten, Filzstifte und noch etliches mehr.
 

Bleistift spitzen

Zum spitzen wird bei einem künstlerischen arbeiten gerne mal sehr archaisch vorgegangen und ein Messer verwendet. Damit sollen unterschiedliche Bleistiftspitzen entstehen die ein individuelleres zeichnen erlauben. Also dickere und dünnere Auftrags Möglichkeiten. Damit erhält der Strich einen jeweils anderen Charme. Es geht dabei aber häufig mehr Bleistift verloren als das es ein gewinn sein kann. Beim herkömmlichen Spitzen können andere Progleme auftreten. Hier ist vorallem wichtig das die Mine genau zentriert in dem Bleistiftschacht liegt und auch genau so zentriert im Spitzer. Das Abbrechen der Mine nach dem Spitzen ist entweder ein Hinweis das man selbst beim spitzen wie mit einem Kochlöffel um hergerührt hat oder eine mindere Bleistift Qualität besitzt. Dagegen helfen Spitzmaschinen die einen akkuraten Spitzvorgang gewährleisten.
 

Weitere Zusatzgeräte zum Bleistift

Beim häufigen Spitzen, vorallem wer viel zeichnet hat bald eine Sammlung an Bleistiftstummeln. Um mit diesen noch gut zeichnen zu können gibt es den Bleistift-Verlängerer. Das Abtragen des Graphits erfolgt mit einem Radiergummi. Der normale Radiergummi verschmiert häufig beim ersten rubbeln das Graphit und man muss ebenfalls immer aufpassen damit das Blatt nicht bei längerem rubbeln zerstört wird, sei es durch einknicken zu einer Falte oder durch aufrauen der Oberfläche. Mit einem Knetradiergummi kann dagegen viel angenehmer das Graphit abgetragen werden. Zum einen lässt sich der Knetradiergummi in die gewünschte Form kneten und zum anderen kann das Graphit abgetupft werden ohne das die Linie völlig verschwindet. Dies ermöglicht einen erweiterten zeichnerischen Einsatz.

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